Konzertbericht vom Loreley-Konzert von Mrs. Sunrise

Mrs. Sunrise, herzlich willkommen! Du warst am 11.07.2015 in St. Goarshausen von der Loreley- Freilichtbühne und hast uns einen sehr schönen Konzertbericht geschrieben!

Die Sage der Loreley oder Finnen schreiben Märchen!
Einer Sage nach war die Loreley ein schönes Mädchen mit blondem Haar, das auf einem Felsen saß, ihr Haar kämmte und dabei ein so liebliches Lied sang, dass die Seefahrer vom Kurs abkamen, sie auf die Felsen im Rhein fuhren und dabei ihr Leben ließen.
Am 11. Juli war es keine blonde Maid sondern ein blonder Sänger, der hoch oben über dem Loreley-Felsen für viele Menschen sang und sie ebenfalls auf eine gefährliche Fahrt schickte: die Achterbahnfahrt der Gefühle. 

(c)Mrs. Sunrise
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Monatelang hatte ich mich auf diesen Tag gefreut. Die Freilichtbühne als Location war für mich Grund genug mich auf die Fahrt dorthin zu machen. Das Wetter war hervorragend und ich freute mich – gemeinsam mit meinen Tourbuddies – auf einen hervorragenden Sommerabend gefüllt mit guter Musik.
Die Fahrt hoch zur Venue war dank der Shuttlebusse sehr entspannt, wenngleich ich den Preis dafür (3 € pro Strecke) ein wenig überzogen fand. Als ich oben ankam ließ sich beim Anblick des Platzes vor dem Einlaß schon erahnen, dass es chaotisch zugegangen sein musste. Müllberge wohin man sah, leere Flaschen und ich hatte den Eindruck, dass manche tatsächlich ihren halben Hausrat mitzubringen. Ich sah Stühle, Schirme (gut, die machte an dem Tag als Sonnenschutz durchaus Sinn), halbleere oder leere Tupperdosen usw usw. Es sah aus wie Sau und war nicht schön.
Die Sicherheitskontrolle war ein Witz. Unabhängig davon, dass man aufgrund der Wetterlage das Getränkelimit aufgehoben hatte (das fand ich sehr positiv, hätte mir aber eine Info am Vortag z.B. über facebook gewünscht) und somit die Taschenkontrolle weniger aufwändig war, so entfiel diese gänzlich. Man wurde einfach durchgewunken – fertig. Fragwürdig, wenn man sich im Nachgang bewusst macht, was ich hätte alles mit reinnehmen können. Sei’s drum!
Das Amphitheater war schon gut gefüllt und da wir zu fünft waren hatten wir einige Probleme ein gutes Plätzchen zu finden. Letztlich waren wir mehr oder weniger erfolgreich und standen auf der Riku-Seite im unteren Drittel mitten auf dem Laufweg. Auch ein Aspekt, der sofort ins Auge stach: Lauf- und Rettungswege waren mit Menschen vollgepfropft und ich stellte mir zum ersten Mal die Frage, ob ggfs. zu viele Tickets verkauft wurden oder die Security einfach nur ihren Job nicht vernünftig gemacht hat. Wie sich später rausstellte war wohl letzteres der Fall. Denn das Ordnungsamt schaltete sich ein und machte die Wege frei, was zur Folge hatte, dass es noch enger wurde. Kurzer Blickkontakt zu den Tourbuddies und der schnelle Entschluß, dass wir uns das nicht geben wollen. Also raus aus dem Gedränge und wieder hoch. Auf einer kleinen Anhöhe hinter allen anderen fanden wir dann unseren Platz – im wahrsten Sinne des Wortes. Man konnte sich problemlos umdrehen, tanzen und sogar zwischendurch noch den Getränkestand besuchen. Der Blick auf die Bühne war zwar wenig bis kaum möglich, aber für diese Fälle gibt’s ja Leinwände.

(c)Mrs. Sunrise
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Die Vorgruppe „Carpark North“ gefiel mir deutlich besser als noch die auf der letzten Tour, wenngleich ich mir auch hier die Frage gestellt habe, warum man nicht einfach heimische Künstler bittet den Support zu übernehmen. Es ist ja nicht so, als hätte Deutschland keine Musiker, die mit ihrem Stil zu Sunrise Avenue passen würden.
Nachdem die Jungs ihren Job als Anheizer „erledigt“ hatten ging das neuerliche Warten los. Während dieser Zeit wurden dann auch langsam die Getränke knapp und so wurde erstmal am Getränkestand „gequeued“ und sich mit ausreichend Flüssigkeit eingedeckt  Die Sonne hatte an diesem Tag wirklich kein Erbarmen und brannte unerbittlich bis in die Abendstunden.
Dann war es endlich soweit: die finnische Superband betrat die Bühne und legte gleich funkymäßig los. Die Setlist bot einen schönen Querschnitt aus den letzten Jahren. Von „You Can Never be Ready“ über „Lifesaver“, „Forever Yours“ und „Choose to be Me“ bis hin zu “Sweet Symphony” und “Dream Like a Child” waren Songs dabei, die tanzen, träumen, weinen oder lachen ließen. Natürlich durfte auch „Hollywood Hills“ nicht fehlen und während dessen zuckten die Umstehenden leicht zusammen, als wir unser Konfetti über alle verteilten. Ein Heidenspaß!
Nicht nur Raul, Riku und Sami verlangten ihren Gerätschaften und sich selbst mal wieder alles ab, auch Osmo gab alles. Seinen Solopart – egal in welchen Song integriert – möchte ich auf keinen Fall missen. Samu selbst fegte über die Bühne; rechts und links, hinten, dann wieder vorn am Mikro…er wurde einfach überall gesichtet. Ein Highlight für einige Fans war dann sicherlich, als er sich von der Bühne schwang und der ersten Reihe einen Besuch zum Shake-Hands abstattete. Es dürfte schon ewig her sein, dass er das getan hat.
Das Ende wurde dann mit „Fairytale Gone Bad“ eingeläutet und der Blick zur Uhr verdeutlichte jedem, dass dieses Konzert nun nach knapp zwei Stunden beendet sein würde.

(c)Mrs. Sunrise
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Fazit:
Mal abgesehen von der Tatsache, dass es platzmäßig fast schon zu eng war, die Wasservorräte der Getränkestände bereits kurz nach Beginn der Show ausverkauft waren und dass die Hitze zwischenzeitlich zu schaffen machte lässt sich sicher sagen, dass es ein gutes, solides Konzert war. Überrascht war ich von der Tatsache, dass Samu an diesem Abend wohl im Erinnerungsmodus war. Er erzählte davon, dass die Band ihren allerersten Deutschland-Auftritt genau dort hatte. Und jetzt festhalten: als Support Act von „Tokio Hotel“ (ich musste mich wirklich überwinden das zu schreiben)!!!
Eine Anekdote aus seinem Fundus war, dass sich damals viele Mädels halb auszogen, um auf sich aufmerksam zu machen und er bat eindringlich darum, dass man das doch bitte nicht tun soll. O-Ton: „Please Girls, keep your clothes on“ 
Meinem Empfinden nach herrschte auf der Bühne innerhalb der Band eine sehr gute Stimmung und es war ordentlich Spielfreude vorhanden. Was ich allerdings ein wenig schade fand war, dass scheinbar die Leinwand-Show immer mehr an Bedeutung gewinnt. Für meinen Geschmack zu viele bunte, schnelle und teils unpassende Bilder, die vom Wesentlichen ablenken: dem (Zusammen-)Spiel von Sunrise Avenue.
Nichts desto trotz hat es sich natürlich erneut gelohnt die Reise anzutreten, in der Sonne auszuharren und einem schönen Konzert in einer tollen Location vor schöner Kulisse (der Sonnenuntergang war grandios) beizuwohnen. Und nachdem mich auch der ca. 20-minütige Treppenabstieg nicht untergekriegt hat lässt sich wohl sagen, dass ich es wieder tun würde und werde.

Mikään ei ole yli – Nothing is Over!

(c)Mrs. Sunrise
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Mrs. Sunrise, ein ganz liebes Dankeschön für deinen Konzertbericht!

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