Interview Tour-Edition mit Birgit

Hallo Birgit! Schön, dass du bei unserem Tour-Faninterview mitmachst.

Fanclub: Hannover 23.05.2015 und du warst dabei! Musstest du dich vorbereiten?
Birgit:Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich im Sunrise-Shirt gehen möchte, mich aber dann dagegen entschieden. Unten dazu mehr 😉 Liedtexte üben? Naja, da seit 9 Monaten alle Alben auf dem Weg zur Arbeit (jeden Tag 1 Stunde hin, 1 Stunde zurück) rauf und runter laufen, ist die Schwierigkeit eher mal die Klappe zu halten und zu genießen, wenn Samu singt J
Wie war eure Anreise? Voller Aufregung, hektisch oder total entspannt?
Super. Ich bin mit meinem Mann zusammen gefahren. Er findet Sunrise Avenue eigentlich besser als „nicht schlecht“, also „ganz O.K.“, ist aber von meiner Begeisterung und Ausschließlichkeit abgeschreckt. („Exzessiv“, sagt er… :-) – Trotzdem waren die Karten ein Geburtstagsgeschenk von ihm und der ganzen Family. Da musste ich natürlich etwas Rücksicht nehmen (kein T-Shirt, keine Fanaktionen, …).
Außerdem haben wir mehr so ein Erholungswochenende draus gemacht: Wir haben uns von Freitag bis Sonntag in einem Hotel fußläufig zum Expo-Gelände eingemietet und sind freitags abends nach der Arbeit mit dem Wagen aus Bonn los. In Hannover gab’s dann nur noch eine abendliche Flüssignahrung und ab in Bettchen. Samstag: Ausschlafen, Hotel-Frühstück, Geländebesichtigung (das Häuflein von Zelten, aber leider, wie ich im Nachhinein feststellen musste, nur den einen nächstgelegenen Eingang besichtigt), Mini-Hotelpool und Mini-Sauna genossen (Mein Mann: „Oh, schau mal, da ist Samu und er trägt einen türkisen Badeanzug“ – er muss mich einfach mit meiner Finnenliebe aufziehen… was natürlich vollkommen substanzlos war…keine Ahnung, wo die gewohnt haben.), Essen bei Mäckes (lieben Gruß unbekannterweise an alle dort getroffenen Sunriser und besonders die beiden Mädels im Ice-Hockey-Shirt ;-).

(c)Birgit
(c)Birgit

Ein richtiges Wellness-Wochenende incl. Sunrise Avenue Konzert, wie schön!
Dann seid ihr völlig tiefenentspannt zum Expo Gelände und habt euch dort eingereiht!
Ab 16:30 Uhr haben wir uns dann am Eingang, der links von der Bühne rein führte die Beine in den Bauch gestanden, Klausi von weitem gesehen, uns die anderen Fans/Publikum/Zielgruppe angeschaut, Quizduell gespielt und ich hab mich bemüht meinem Mann nicht mit zu viel groupiemäßiger Aufgeregtheit auf den Geist zu gehen… Dafür gab’s ein paar peinliche an die 50jährige Dauer-Instagrammerinnen. Aber auch nette Familien, usw… Wir haben ein paar Worte gewechselt, aber keine dauerhaften, also keine Kontaktdaten ausgetauscht oder so.
Das Expo-Gelände wirkt etwas verfallen, hat aber charmante Ecken. Schade, dass die Bühne nicht „weiter drinnen“ stand, was vielleicht auch die Rahmenbedingungen etwas gelockert hätte. Wäre vielleicht technisch zu aufwändig gewesen.

Ok, nachdem nun die Beine eine gewisse schwere hatten und die Tore endlich geöffnet wurden, begann der „RUN“! Hattest du Glück?
*schnief* Nein! Irgendwie schien eben „alles paletti“ zu sein beim Einlass, aber entweder durch die verschiedenen Eingänge oder sonstiges verschätzen, waren dann bereits riesige Menschenmassen vor der Bühne. – Das war ein bisschen deprimierend und man konnte/wollte sich ja auch nicht weiter vordrängeln als einem zusteht.

(c)Birgit
(c)Birgit

Und jetzt hieß es wieder warten, warten, warten!
Das ging eigentlich. Wir haben Bier gekauft, uns an den Bechern erfreut, mit den Nachbarn gequatscht, Infos zum Konzert ausgetauscht und Tauschgeschäfte (Bechersorten) abgeschlossen. Neben uns standen 8 blonde Mädels, die zusammen Handball spielen und generell gemeinsame Freizeit-Aktionen machen (also keine Hardcore-SunriserInnen, sehr angenehm für meinen Mann ;-). Als uns dann zwischen 20:00 und 20:30 Uhr doch etwas langweilig wurde, haben wir unsere eigene Vorband gemacht und ein paar Schlager und Evergreens gesungen. Falls eine von Ihnen das liest: Grüße an die „Bratzen von Brezelkorb“. Nicht alle Umstehenden fanden das so toll. Sorry dafür. Ich erinnere mich noch, dass ich mich auf dem Heimweg ein bisschen selbst gerechtfertigt habe: „Der Samu ist doch auch eine kleine Schlagerschabracke ;-)“

 

ENDLICH betritt die Band die Bühne. Wie war dieser Moment für dich?
Das war an sich leider recht unspektakulär. Man hat aber schon eine emotionale Welle durchs Publikum gespürt. Bei uns ist sie halt eher als leichtes Geplätscher angekommen.

Gab es ein Lieblingslied?
Don’t be afraid of the Midnight, weil sogar mein Mann mitgesungen hat 😉 Ich liebe die Orchesterversionen von Forever Yours und Welcome to my life, weil sie echt andere musikalische Wendungen haben als die Originale – ich kenne aber alle von der Live-CD, so dass das nicht vom Konzert selbst herrührt.

Die Stimmung um euch herum war wahrscheinlich sehr ausgelassen, oder?
Gut und freundlich. Ich fand es schön, wie einige Teenager-Mädels, die auch wenig sehen konnten, teilweise über Kopf gefilmt haben (da konnte ich dann auch was auf dem Bildschirm sehen :-) und sehr andächtig, textsicher, leise, aber melodisch mitgesungen haben.
Welches Lied hat deiner Meinung nach dazu geführt, das ein Fan-Meer in Bewegung kommt?
Lifesafer und Fairytale gone Bad, weil die doch die meisten kennen (O-Ton Samu: „Ah, you know this one…“).

Wie wirkte die Stimmung der Band untereinander auf dich?
Eigentlich kann ich wenig dazu sagen. Was ich live mitbekommen habe war zu wenig. In einigen Videos vom Konzert sehe ich das positiver. Trotzdem … vor allem hatte ich das Gefühl, dass Band und Publikum nicht so auf einer Wellenlänge waren, was ja auch dann auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber ich glaube, dass sich die ganze Terminplanung seit der Festsetzung des Hannover-Konzerts dafür einfach ungünstig entwickelt hat. Der total emotional beladene Rock-Show-Tour-Auftakt im Jähaalli eine Woche vorher, die Jetterei Helsinki-Barcelona-Hannover, … das geht nicht spurlos an einem vorbei und es bleibt wenig Platz für echte Freude am Leben im Moment. Ich neige wahrscheinlich dazu etwas über zu interpretieren, aber ich nehme den Instagramm-Hashtag #givememoneyandiplaymusic von Samu als Vorab-Entschuldigung, dass es in Hannover letztlich um Pflichterfüllung ging: We paid – you played. Kleinigkeit am Rande: Samu sagte zwischendurch, dass Osmo nicht zur Probe kommen konnte. Mein Mann, der besser sehen konnte, sagt, er habe auf der Leinwand einen „Verspieler“ am Piano gesehen, aber keinen gehört. Playback? Wäre ja echt skandalös! Hat jemand davon was mitbekommen?

(c)Birgit
(c)Birgit

Warst du bezüglich der Songauswahl überrascht?
Das war ja in diesem Fall komplett vorhersehbar und auch vollkommen o.k.

Welcher Song hat dir gefehlt ?
Don’t cry war ja machbar, aber einfach nicht dabei. Mein Wunsch ist natürlich Funkytown live zu hören, aber in Hannover war das eh keine Option und ohne Tommy geht’s auch woanders net…

Alle warten sehnsüchtig darauf, dass Samu irgendwelche Sprüche von sich gibt! Wie war das in Hannover? Kam da was?
„Are you tired…?…“ – da habe ich mich geschämt… und „I know you have a problem with us people changing hair style, T-Shirts, …“ Mann, das würde mir an seiner Stelle auch auf den Sack gehen…

 

Hattest du „Hühnerhaut“-Momente?
„Nothing is over“ habe ich beim Release nicht so wahrgenommen, bricht mir aber mittlerweile jedesmal das Herz… *crack* Ist für mein Empfinden „Welcome to my Life 2.0“ 😉

Die lustigsten und traurigsten Momente waren……..?
Der traurigste: Das Ende. Eigentlich schon ab Fairytale gone bad: Gleich, gleich kommt Hollywood Hills und das ist es vorbei… *schnief* Der lustigste: Die Bratzen vom Bretzelkörbchen.

Hattest du an diesem Abend ein persönliches Highlight?
Ein privater: 19:50 Uhr. Ich hatte vergessen, dass es eh‘ erst um 20:30 Uhr losgehen sollte. Und ich musste aufs Klo. Tja, da habe ich mich in Rekordzeit durchgeschlagen. Schlangen gab’s natürlich in dem Moment keine;-) Auf dem Rückweg habe ich dann noch 2 volle Bier-Becher vom Stand mitgenommen, über Kopf durch die Menge balanciert. (Die waren alle so nett und entspannt … Da hätte ich unfairerweise übrigens locker meilenweit weiter vorne landen können… wollte aber natürlich zu meinem Schatz zurück.) Die Zielpeilung war alles andere als einfach. Bin dann noch neben einem Security-Typen mal kurz aufs Gitter gestiegen und genau in dem Moment bricht die Sonne durch die Wolken und schickt einen Strahl genau auf ein kleines (und sehr individuelles 😉 Aufbügel-Emblem auf der Mütze meines Schatzis. Gefunden!!! Back: 20:00 Uhr.

Magst du den Satz zu Ende führen? Das Konzert ist vorbei und man bekommt…….
post-konzertuale Depression – Meine Antworten klingen vielleicht teilweise etwas kritisch, aber es war trotzdem großartig!!! Großartige Musik, großartige Menschenmassen und auch privat tolle Momente. Was will man mehr? Ja, klar: Dass es nicht hinter, sondern vor einem liegt…

Die Tage nach dem Konzert. Was geht einem da durch den Kopf?
4 Tage. Trauer, Sehnsucht, „Warum bin ich Depp auf dem Rückweg vom Klo nicht einfach im ersten Wellenbrecher geblieben…?“. Danach reduziert auf ein lebbares Maß. Aber was soll ich sagen… Das Leben wird nie mehr wie vorher sein ;-)))

Auf welches Konzert gehst du noch während der anstehenden Tour?
Verhandlungssache :-/ Karten habe ich noch keine.

Wenn du mit einem Satz das Konzert beschreiben müsstest, wie würde der Satz lauten?
“Give me more more more…!”, sowohl Menge als auch Intensität.

Wir begeben uns auf eine Traumreise…..

Wenn ich träumen darf: „Bitte, bitte, bitte, spielt kleinere Konzerte!!!“
Wirst du beim nächsten Konzert alles wieder ganz genauso machen – und warum?
Das kommt auf die Parameter an. Wenn mein Mann dabei ist, würde ich es ähnlich machen. Wenn nicht, mehr Aufwand/Energie hineinstecken zu versuchen weiter nach vorne zu kommen und eher andere Fans ansprechen/bei gemeinsamen Aktionen mitmachen.

 

Birgit, ein ganz liebes Dankeschön!

Wir drücken dir natürlich die Daumen, dass dein Verhandlungsgeschick dich bald auf das nächste Konzert bringt!

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