FUNKYTOWN – Parallelwelt des Alltags

Heute kommt einer meiner absoluten Lieblingssongs von Sunrise Avenue und wie der Zufall es so will, es ist einer der neuen Songs. Funktytown.

Vielleicht ist es uns nicht bewusst, aber wir selbst besuchen „Funkytown“ regelmäßig, vergessen die Welt und haben einfach Spaß dort, denn dazu ist es da. Dieser Song ist ein rockgeladenes Tribut an dieses Exil der Sünde – Las Vegas des alltäglichen Lebens, wenn ihr so wollt. Kopf aus, Instinkte an.

Um nun auf die Lyrics zurück zu kommen, auf sie einzugehen und nach Herzenslust zu interpretieren.

Samus Part ist klar definiert aus der Sicht des „Besuchers“ von Funkytown, der seine Eindrücke, Gefühle und Wünsche offenlegt. Tommy Lindgren, der hier ein eher gewöhnungsbedürftiges Featuring zum Besten gibt, repräsentiert dagegen die Sicht der „Stadt“ selbst. Unser blonder Finne besingt zu Anfang den Zwiespalt, die Unsicherheit aus dem Alltag zu entfliehen („I can’t say if it’s heaven or pure hell“). Das hängt vom Betrachtungswinkel ab, auf den ich später noch eingehen werde.

„I’m going crazy, I know what’s waiting“ – Funkytown hat keine Geheimnisse. Jeder weiß, was dort geschieht. Wer dorthin geht, weiß, worauf er sich einlässt. Es passiert immer das Gleiche, jedoch auf unterschiedliche, überraschendere Wege.

,,Der süße Ruf der Sirene“ („The sweet sound of the sirene sing“) – mal frei übersetzt. Ein Stilmittel mit Anlehnung an die griechische Mythologie. Die Sirenen sind weibliche Fabelwesen, (ursprünglich halb Frau, halb Vogel – jetzt aber mehr bekannt als halb Frau, halb Fisch), die mit ihrem wunderschönen, betörenden Gesang arme Schiffsfahrer anlockten, sie verführten und töteten. Ladylike, oder? 😉 Eine gelungene Metapher, wie ich finde. Funkytown wird quasi zur modernen Sirene umfunktioniert. Man hat keine andere Möglichkeit sich seinen „forces in me“ zu widersetzen.

Die Entwicklung von der Unentschlossenheit zum Fallenlassen aller Bedenken wird herrlich unterstrichen mit den folgenden Sätzen – „Crowd is wild they just don’t care“ und ,,I close my eyes […] and we better let go“. Funkytown hat zugeschlagen. Im Nachhinein weiß man auch gar nicht mehr, wieso mal jemals von hier fortgegangen war oder fortgehen sollte (,,I can’t see why I’d ever leave this place“).

Und was sagt Tommy Lindgren alias Funkytown dazu? „They say that people have a tendency to never see the truth unless they pour it down with Heineken or Hennessey.“. Die Wahrheit (es kann jede Wahrheit sein bezüglich der Arbeit, Familie, Beziehung, …) wird erst von den Menschen erkannt, wenn sie sie mit Alkohol herunterspühlen. Das soll heißen – Funkytown ist eine Welt, in der alles offengelegt ist, in der es keine Geheimnisse gibt. Funkytown hat eine Aufgabe – es ist jeglicher Macht übergeordnet („Supremacy“).

Ein Satz bringt es auf den Punkt – „I’m the spirit of the city in the thick of a street fight“. So wie die wahren Gesichter erst zum Vorschein kommen, wenn es um’s eigene Überleben geht, so funktioniert das auch in Funkytown. Dort lässt man die Hosen runter (manchmal wirklich 😛 ). Über die Schwäche der Menschen und ihre Hingabe zur Sünde wird nur gelacht (,,The borders were never so easy to break going down“). Man kann Funkytown nun so oder so ansehen. Eine Hölle, in der der Teufel voller Sünde auf dem Tisch tanzt, oder eine Therapeutin, die sich die Zeit und Geduld nimmt und sich gemeinsam mit einem eine Lösung für deine Probleme überlegt, sich mit einem darüber Gedanken macht. Sie kann eine Freundin oder Feindin sein. Dort findest du, was du gerade brauchst um dich besser zu fühlen.

„What happens in Funkytown, stays in Funkytown. At Funkytown you’re at you own risk.“ (Samu Haber)

Ich persönlich bin sehr angetan von dieser Anordnung. Der Betroffene ringt mit sich selbst, gibt sich dann immer mehr hin und wirft seine Bedenken weg. Funkytown witzelt dann über die Schwäche jedes Einzelnen und demonstriert so ihre verführerische Anziehungskraft. Herrlich, dieses Hin und Her.

Mal kurz weg von den Lyrics – das Gitarrenriff am Ende des Songs beschert mir unheimliche Gänsehaut!! Ich liebe es einfach.

Im Allgemeinen kann man wieder ein Schlusswort mit Bezug auf den Fanclub und jedes einzelnen Fans hinzufügen.

Sunrise Avenue ist unsere Funkytown. Sie bringen uns dazu, uns zu öffnen und zu genießen, genauso wie sie uns manchmal dazu zwingen, nachzudenken und unsere Probleme und Sorgen am Schopf zu packen und sie zu bekämpfen. Sie bringen uns dazu, unser Leben zu leben.

Hier findet ihr weitere Links bezüglich des Songs und allem drum herum.

Samus Blog “Funkytown – Behind the Song”: http://www.sunriseave.com/en/diary/funkytown-feat.-tommy-lindgren-behin—335-.html

Lyricsvideo zu Funkytown: https://www.youtube.com/watch?v=SbK7tOCkZFU

YouTube-Profil von Tommy Lindgren. Hier findet ihr einige Songs von ihm, falls er euch in Funkytown umgehauen hat: https://www.youtube.com/user/tlindgrr

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Warning: require(/www/htdocs/w01470aa/sunrise-avenue-fanclub.de/wp-blog-header.php): failed to open stream: No such file or directory in /www/htdocs/w01470aa/sunrise-avenue-fanclub.de/index.php on line 18

Fatal error: require(): Failed opening required '/www/htdocs/w01470aa/sunrise-avenue-fanclub.de/wp-blog-header.php' (include_path='.:/usr/share/php:..') in /www/htdocs/w01470aa/sunrise-avenue-fanclub.de/index.php on line 18